Modul 3

Modul 3 (14.12.2018 - 16.12.2018) ... auf ein Neues im Namen von Volontariat bewegt

Mehr als einen Monat ist es nun her, dass wir uns als Gruppe das letzte Mal zusammengefunden haben. Aber jetzt ist es wieder so weit. Mit knapp mehr als einer Woche bis Heilig Abend steht dieses Wochenende zwar nicht ganz im Zeichen der Weihnachtszeit, aber die besinnliche Stimmung ist doch sehr wohl spürbar. So fangen wir auch gleich mit einem Einführungsspiel an, das unsere Teamarbeit fördert und testet: Wir haben eine begrenzte Anzahl an kleinen Pappkärtchen. Diese sind unsere festen Steine, die wir uns selbst legen können und die uns sicher von einem Ufer über die Schlucht aus Lava hinüber zum anderen führen. Bedingung dabei ist, dass immer etwas diese Steine berühren muss (z. B. eine Zehe, eine Hand oder ein Kopf) und nichts in die Lava gehen darf. Und los geht´s :) Zwar haben wir auf dem Weg einen Stein verloren. Trotzdem haben wir es geschafft das gesamte Team vom einen Ufer zum anderen bringen zu können. Mit Bravour!

Dieses Wochenende steht unter dem Gesichtspunkt: Das Volontariat bewusst gestalten. Was und wie viel kann ich zu meinem Projekt beitragen? Was kann ich von mir und meinen anderen Mitvolos erwarten? Welche Höhen und Tiefen können mich ereilen? Welche Rolle werde ich in meinem Einsatz haben? Und, gibt es so etwas wie einen Supervolo? Mit diesen Gedanken starten wir in eine kleine Ausstellung, die die Leiter/innen für uns zusammengestellt haben. Dort werden Berichte, Eindrücke, Ängste und Sehnsüchte von ehemaligen Volos gezeigt. Einige dieser Texte berichten von Sehnsucht nach der Heimat, das Vermissen der Alltäglichkeiten. Andere zeigen ihre Verzweiflung, dass selbst die ärgsten Bemühungen nichts bringen. Andere berichten von Dankbarkeit für Kleinigkeiten, die sie so überrascht haben. Mich hat diese Ausstellung sehr bewegt und ich konnte mir nicht die eine oder andere Träne verkneifen. Danach ging es darum, uns wieder aufzubauen, den Rücken zu stärken und Brücken zu bauen. Dazu haben wir uns auf den Rücken gelegt, abwechselnd die Beine nach rechts oder links ausgestreckt und Kopf an Kopf in einer Reihe. Dann hat jeder die Arme nach oben gestreckt und so einen Teil einer Brücke gebildet. Anschließend wurde jede/r einzelne von uns über diese Brücke getragen. Es hat Überwindung gekostet, aber das Vertrauen war da. Danke da an alle, die dabei waren!

Brücken bauen
Brücken bauen

Nach dieser stärkenden Einheit ging es dann auch gleich an das Thematische. Wie gehe ich mit verhaltensauffälligen Kindern um? Welche Lösungsansätze kann ich mir überlegen? Aber auch Themen wie "Visabeantragung", "Reiseregistrierung", "Tätigkeitsfreistellungen", "Besuche" und "Berichtschreiben" wurden ausführlich behandelt. Zur Abwechslung gab es dann auch eine Zirkuseinheit, die sehr viel Kreativität, Schwung und Lachen in die Runde gebracht hat. Mal aus sich herausgehen, sich zum Affen machen, nicht viel nachdenken und das tun, was der Bauch einem sagt. Großartige Einheit, super viel Spaß und danke an den Zirkus "Giovanni" fürs Begleiten und Anleiten.

Mit dem Zirkus Giovanni
Mit dem Zirkus Giovanni

Wie auch schon von den anderen Wochenenden zuvor wissen wir, dass die Zeit immer viel zu schnell vorüber geht. Mit den Messvorbereitungen, dem Abendlob und den Liederproben ist neben den Einheiten selbst schon sehr viel Zeit weg. Diesmal hatten wir, die zukünftigen Volos, das Abendlob und die samstägliche Abendgestaltung selbst in der Hand (zwar mit einer guten Anleitung und einer großen Portion Hilfe der LeiterInnen, aber wir hatten sie selbst in der Hand ;-) ). Da die Idee vom Wichteln im letzten Modul aufkam, haben wir dies hier auch gleich in das Abendprogramm mit integriert. So durften wir als erstes eine großartig inszenierte Showeinlage von "Maria und Josefs Herbergssuche" erleben. Danach gab es dann auch gleich die Wichtelgeschenke vom Weihnachtsmann höchst persönlich und anschließend das gemeinsame Essen mit leckerem Punsch und Glühwein.

Zu schnell war der Samstagabend vorbei.

Der Sonntag kam so mit großen Schritten und großen Einheiten. Gibt es einen Supervolo? Was würde denn so einen Supervolo ausmachen? Diese Gedanken durften wir auf Plakaten nieder zeichnen und dann im Anschluss auch gleich wieder vernichten. Denn so etwas wie einen perfekten Volontär oder eine perfekte Volontärin gibt es nicht. Es geht darum, dass jede/r ihr/sein Talent in die Gruppe einbringt, dass jede/r sich selbst und authentisch zeigt und auch Schwächen können zu Stärken zählen. Wir, Volontäre sind einzigartig und werden stets unser bestes geben. Und wenn wir das einmal nicht können, ist das so auch völlig OK.

SuperVolo Nichts Da :)
SuperVolo Nichts Da :)

Das Wochenende war somit auch schon wieder vorbei. Nicht alles konnte ich niederschreiben, nicht alles konnte ich berichten. Aber es war eine tolle Zeit, und wenn ich meine lieben Mitvolos das nächste Mal sehe, dann für eine ganze Woche (naja, 5 Tage).