ÜBER MICH

Mein Name ist Tabea Strich. Ich wurde in der deutschen Hauptstadt geboren und bin dort bis zu meinem Abitur zur Schule gegangen. Danach habe ich für ein Jahr als Kellnerin in einem Café gearbeitet. Da ich damals noch nicht wusste, was ich beruflich konkret machen will, habe ich mich entschieden erst einmal auf Reisen zu gehen und mich selbst zu finden. So bin ich 2011 als Au Pair nach Perth, Australien, gegangen. Dort bin ich dann auch gleich für zwei Jahre geblieben. Diese Zeit habe ich mehr als genossen und sie mit Freunden und Familie verbracht.

Nach zwei Jahren fing dann mein richtiges Backpacker Leben an und ich habe das ganze Land Australien besucht, bin nach Bali und Lombok gefahren, habe Thailand über Land und See erfahren, und habe dann das entspannte Leben in Laos gelebt. Doch nach einigen Monaten wurde es dann doch wieder Zeit auf den Boden der Tatsachen zurückzukommen. So bin ich nach Deutschland zurückgegangen.

Das Reisen hat mich viel gelehrt. Es hat mich teilweise auch an meine mentalen und physischen Grenze gebracht aber so habe ich herausgefunden, was ich im Leben will und wo meine Stärken liegen. Ich wusste nun, dass ich studieren will. Und ich wusste auch, dass ich Lehrerin werden möchte.

So bin ich 2014 nach Wien gekommen. Nach ein paar Woche zurück vom Reisen, habe ich mich an der Universität Wien eingeschrieben, eine WG gefunden, einen Job ergattert und hatte so mein Leben in Europa wieder in den gewohnten Bahnen.


Mein angefangenes Lehramtsstudium in Wien für Englisch und Philosophie/ Psychologie werde ich nun für ein Jahr unterbrechen. Denn es geht nach Indien. Um genauer zu sein: Vijayawada.

Wie ich zu der Entscheidung gekommen bin, ein Volontariatsjahr in Indien zu machen? Nun ja, viele Wege führen nach Indien. Meiner führte mich um die ganze Welt, nach Wien, und letzten Endes in die Arme von Don Bosco.

Ich fühle mich in der sozialen Welt sehr wohl. Ich arbeite gerne mit Menschen zusammen. Ich mag es zu helfen und zu unterstützen und ich lerne gerne von anderen dazu. Ich genieße es, mich mit anderen Menschen auszutauschen, deren Lebensgeschichte zu erfahren und zu sehen wie vielfältig diese Welt und ihre Einwohner eigentlich ist.
Meine zweite Leidenschaft ist das Reisen, beziehungsweise das Kennenlernen neuer Kulturen und Lebensarten. Dank meiner Eltern wurde es mir schon früh ermöglicht in die verschiedensten Länder zu reisen und dort die Kulturen kennen zu lernen. Durch mein eigenes Interesse konnte ich diese Neugierde weiterführen. Mein bisher größtes Abenteuer habe ich in Australien erlebt. Diese zweieinhalb Jahre haben mich geprägt aber auch meinen Glauben gefestigt, dass man der Welt etwas zurückgeben sollte.

Es gibt viele Arten, der Welt etwas zurück zu geben. Einige leben vegan/ vegetarisch, andere versuchen ihren Plastikverbrauch zu reduzieren, andere wiederum setzen sich für Tiere und Umwelt ein. Ich versuche den Weg der Bildung und der Gemeinschaft.

Ich habe über die Jahre hinweg einiges gesehen und gelernt. Und eines, was ich gelernt habe, ist, dass Familie das Wichtigste im Leben ist. Es muss nicht die angeborene Familie sein. Ganz und gar nicht. Es können auch Freunde, Mitbewohner, Verwandte, Arbeitskollegen oder andere wichtige Menschen im eigenen Leben sein. Aber ein gutes soziales Umfeld ist essentiell für das Leben und für einen selbst. Das zweit wichtigste, was ich auf meinen Reisen gelernt habe, ist Bildung. Mit Bildung meine ich aber nicht nur die schulische oder akademische Bildung. Sondern auch die Bildung, die mit Empathie und Gefühlen zu tun hat. Bildung, die mit Offenheit und Akzeptanz verbunden ist. Die Bildung, die man mit Lebensweisheit erfährt. Ohne Bildung und Wissen, kann es keine Entwicklung und kein Vorankommen in der Welt geben. Ohne Bildung ist keine Kommunikation, Verständnis oder Einsicht möglich. Ohne Bildung ist kein Reflektieren und Verstehen da.


So möchte ich, wie die Welt mir etwas gegeben hat, der Welt auch etwas zurückgeben. Ich möchte die Liebe, die ich bisher erfahren durfte, weitergeben. Ich möchte meine Hoffnung und meine Kraft, die ich habe, mit anderen teilen. Ich möchte da helfen, unterstützen, weiterbringen, wo ich kann. Und deshalb mache ich dieses Volontariatsjahr.

Ich möchte hier auch noch einmal klarstellen, dass ich mich nicht als Weltverbesserin oder Weltretterin verstehe oder dass ich glaube, dass meine Wege, die einzig richtigen sind und sie deshalb jeder folgen sollte. Nein. Ganz und gar nicht. Ich möchte mein Wissen, das ich bis jetzt für mich gesammelt habe, mit anderen teilen und genauso möchte ich von anderen ihre Wege erfahren und lernen. Ich möchte global und interkulturell lernen.


Einige Eindrücke aus meinem Leben